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Lastkraftwagen

 

 

 

 

 

In der Zeit der Reichswehr wurden in erster Linie abgewandelte handelsübliche Lastkraftwagen angeschafft. Ähnlich wie bei den Pkw wurden ab Ende der 1920er Jahre spezielle geländegängige Lastkraftwagen mit drei Achsen in der 1,5t und 3t Klasse entwickelt und in begrenztem Umfang gefertigt. Viele von ihnen liefen noch bis Kriegsende recht zufriedenstellend. Mitte der 1930er Jahre kam es dann zur Entwicklung der Einheits-Fahrgestelle. Die Typenvielfalt sollte damit eingedämmt werden. Auch die Geländegängigkeit sollte verbessert werden. Es wurden Lastkraftwagen mit 2, 3 und 4 Achsen entwickelt, aber nur der Dreiachser ging in die Massenfertigung. Im Gegensatz zu den Einheits-Pkw waren aber alle Einheits-Lkw, auch Einheits-Diesel genannt, absolut Baugleich. Wegen dem ungünstigen Verhältnis von Eigengewicht zu Nutzlast und wegen der aufwändigen Fertigung wurde die Produktion aber schon 1940 wieder eingestellt.
Die Versorgung der Truppe mit Lastkraftwagen wurde zu dieser Zeit bereits wieder mit handelsüblichen Modellen sichergestellt. Der kurz vor Kriegsbeginn noch teilweise verwirklichte Schell-Plan sah die Reduzierung der Lkw Typen von über 100 auf 14 Haupttypen vor. Es umfasste Lkw der 1,5t, 3t, 4,5t und 6t Klasse. Bei den Lastkraftwagen des Schell-Plans wurde von Anfang an auf ein möglichst günstiges Verhältnis von Eigengewicht zu Nutzlast geachtet. Des Weiteren waren die Fahrzeuge bedingt geländefähig. Die meisten dieser Typen konnten mit wenigen Veränderungen als S-Typ (Heckantrieb) oder als A-Typ (Allradantrieb) gefertigt werden. Die Produktion der meisten 1,5t Lkw und 6t Lkw wurden gegen Mitte des Krieges ganz eingestellt. Letztere, weil genügend Ergänzungsfahrzeuge zur Verfügung standen, erstere wegen zu geringer Nutzlast. Die Fahrgestelle der 1,5t Lkw wurden aber zur Produktion von geräumigen Mannschaftswagen verwendet.
Neben den Lastkraftwagen des Schell-Plans blieben aber auch noch einige andere Typen in Produktion. Mit Kriegsbeginn wurden tausende Lkw der verschiedensten Marken, Typen und Nutzlastklassen eingezogen, mit allen Problemen die daraus entstanden.
Lastkraftwagen ausländischer Marken spielten im Deutschen Reich und demnach auch in der Wehrmacht nur eine untergeordnete Rolle. Nach der Eingliederung Österreichs und des Protektorats Böhmen und Mähren änderte sich dies. Die Wehrmach konnte eine große Anzahl hochwertiger österreichischer und tschechischer Lastkraftwagen übernehmen. Gerade die österreichischen aber auch die tschechischen Hersteller wurden schnell in das deutsche Rüstungsprogramm integriert und lieferten größere Mengen von Kraftfahrzeugen an die Wehrmacht.
Auch während der späteren Feldzüge wurden tausende von Kraftfahrzeugen erbeutet. Die größte Anzahl von Beute Lkw dürfte während des Westfeldzuges 1940 und des Russlandfeldzuges ab 1941 angefallen sein. Beim Westfeldzug wurden neben den vielen französischen Typen auch britische und amerikanische Lkw erbeutet. In Russland wurden meist GAZ und ZIS Lkw in großen Stückzahlen erbeutet und meist von der Truppe gleich einverleibt. Ihre Technik war zwar veraltet, doch liefen sie unter russischen Straßenverhältnissen äußerst zuverlässig.
Auch das deutsche Afrika Korps hatte viele beute Lkw im Bestand, meist britische und kanadische, zeitweise mehr als deutsche. Einige Typen bewährten sich ganz gut. Bei einigen französischen Typen wurde aber die schlechte Verarbeitung bemängelt.
Die Bedeutung der Lastkraftwagen für das Militär war und ist bedeuten größer als die der Personenkraftwagen, da der Einsatz der Truppen in hohem Maße von der Verfügbarkeit und dem Transport der verschiedensten Versorgungsgüter abhängig ist. In den motorisierten Verbänden der Wehrmacht wurde dies durch Lkw der verschiedensten Marken und Nutzlastklassen sichergestellt. Darüber hinaus gab es noch unabhängige Transportverbände, die meist an Brennpunkten eingesetzt waren. Aber auch die nicht motorisierten Verbände hatten Lastkraftwagen für die verschiedensten Verwendungszwecke.
Das Einsatzspektrum der Lastkraftwagen reichte vom simplen Transport von Gütern und Mannschaften bis zur Verwendung als Feldküchenwagen, als Zugfahrzeuge für Geschütze, als Werkstattwagen, als Funkwagen, als Nachrichtenwagen, usw.

 

 

 

 

 

Lastkraftwagen deutscher Hersteller

 

 

 

 

 

Heeresübliche geländegängige Lastkraftwagen (Sonderkonstruktionen)

 

 

Handelsübliche Lastkraftwagen (eingezogene und teilmilitarisierte) Teil 1 (Adler - Daimler-Benz)

 

 

Handelsübliche Lastkraftwagen (eingezogene und teilmilitarisierte) Teil 2 (Dürkopp - Henschel)

 

 

Handelsübliche Lastkraftwagen (eingezogene und teilmilitarisierte) Teil 3 (Komnick - VOMAG)

 

 

 

 

 

Erbeutete Lastkraftwagen und Produktion in den besetzten Gebieten

 

 

 

 

 

Belgien

Dänemark

Frankreich

 

 

Großbritannien

Italien

Jugoslawien

 

 

Kanada

Österreich

Polen

 

 

Schweden

Sowjetunion

Tschechoslowakei

 

 

Ungarn

 

USA

 

 

 

 

 

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