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6-Rad Panzerspähwagen

 

 

 

 

 

Die Bemühungen der Reichswehr in den 1920er Jahren gepanzerte Vielradfahrzeuge für die Aufklärung zu schaffen mündeten zwar in zufrieden stellende Ergebnisse, doch waren alle diese Entwicklungen einfach zu teuer um in den geforderten Stückzahlen angeschafft zu werden. Ab etwa 1928 liefen aber der Reichswehr neue 6-Rad Lastkraftwagen der 1,5t Nutzlastklasse zu. So untersuchte man die Möglichkeit auf diesen Fahrgestellen brauchbare Panzerspähwagen zu schaffen um endlich in den Besitz der notwendigen Fahrzeuge zu kommen. Die Panzeraufbauten wurden von der Deutschen Werke AG in Kiel zusammen mit dem Heereswaffenamt entwickelt. Die Fahrzeuge sollten Schutz vor Splittern und dem Beschuss aus kleinkalibrigen Waffen bieten. Dies wurde durch geschickte Schrägstellung der Panzerplatten bei geringst möglicher Plattendicke erreicht. Die so entstandene Sarg ähnliche Form wurde später typisch für alle deutschen Panzerspähwagen. Die ersten Prototypen entstanden ab 1930 auf Basis des Mercedes-Benz G 3 a/P. Die Serienfertigung begann ab 1933 bei Daimler-Benz und bei Büssing-NAG. Ab 1934 wurde auch Magirus in die Serienfertigung eingeschaltet. In verschiedenen Quellen werden Produktionszahlen von etwa 1.000 Exemplaren genannt. Diese sind absolut nicht zutreffend und wären bei den damaligen industriellen Kapazitäten gar nicht zu realisieren gewesen. Daimler-Benz fertigte ca. 37 Fahrgestelle, von denen lediglich 9 mit Aufbauten der Sd. Kfz. 231 und 232 versehen wurden. Von den 54 Büssing-NAG Fahrgestellen wurden 45 als Sd. Kfz. 231 und 232 an die Truppe ausgeliefert. Magirus fertigte 80 Fahrgestelle von denen 12 zur Fertigung von Sd. Kfz. 263 verwendet wurden Der Rest wurde mit Aufbauten der Sd. Kfz. 231 und 232 versehen. Die überzähligen Fahrgestelle von Daimler-Benz und Büssing-NAG dienten zur Herstellung von Prototypen und Einzelanfertigungen, die zum Teil später an die Kräfte der Ordnungspolizei abgegeben wurden.
Im Einsatz erwiesen sich die Fahrzeuge als zu wenig geländegängig. Auch waren die Fahrgestelle untermotorisiert und überlastet. Sie leisteten aber einen wichtigen Beitrag bei der Erstellung taktischer Grundlagen und der Ausbildung. Ab 1936/37 wurden sie schrittweise durch die neuen 8-Rad Panzerspähwagen ersetzt. Die letzten schweren Panzerspähwagen 6-Rad konnten aber erst nach dem Frankreichfeldzug aus den Frontverbänden abgezogen werden. Die Panzer-Funkwagen 6-Rad hielten sich zum Teil noch bis 1942 bei der Truppe.

 

 

 

 

 

Produktionsmodell:

Baujahr:

Stückzahl:

 

 

Mercedes-Benz G 3 a/P

1932-1933

 ca.37

 

 

Büssing-NAG G 31 P

1932-1935

54

 

 

Magirus M 206 P

1934-1936

80

 

 

 

 

 

Ausführungen:

 

 

 

 

 

Benennung des Kraftfahrzeugs:

Abgekürzte Benennung:

Stückzahl:

 

 

schwerer Panzerspähwagen (Sd. Kfz. 231) (6 Rad)

s. Pz. Sp. Wg. (Sd. Kfz. 231) (6 Rad)

zus. 122

 

 

schwerer Panzerspähwagen (Fu) (Sd. Kfz. 232) (6 Rad)

s. Pz. Sp. Wg. (Fu) (Sd. Kfz. 232) (6 Rad)

 

 

Panzerfunkwagen (Sd. Kfz. 263) (6 Rad)

Pz. Fu. Wg. (Sd. Kfz. 263) (6 Rad)

12

 

 

 

 

 

Ausländische Varianten:

Baujahr:

Stückzahl:

 

 

Pantserwagen M 36 (Landsverk 181) bzw. Panzerspähwagen L 202 (h)

1936

12

 

 

Pantserwagen M 38 (Landsverk 180) bzw. Panzerspähwagen L 202 (h)

1938

14

 

 

 

 

 

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