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8-Rad Panzerspähwagen - Büssing-NAG Typ ARK

 

 

 

 

 

Bereits im August 1940 erging an das Waffenamt der Auftrag zur Entwicklung eines neuen 8-Rad Spähfahrzeug, das über eine selbsttragende Panzerwanne und einen Dieselmotor verfügen sollte. Wieder erging der Entwicklungsauftrag an Büssing-NAG. Der neue Dieselmotor sollte von Tatra entwickelt werden. Bereits im Juli 1942 wurde das Fahrzeug als reif für die Einführung erachtet. Nur der Motor bereitete noch Probleme. Er war einfach zu laut. Die Produktion der Panzerwannen begann im Mai 1943 obwohl der Motor immer noch nicht fertig war. Die Auslieferung der ersten Serienfahrzeuge begann daher erst im Dezember 1943.
Der neue 8-Rad Panzerspähwagen Büssing-NAG Typ ARK setzte Maßstäbe und beeinflusste den internationalen Bau von Panzerspähwagen bis weit über das Ende des 2. Weltkrieges hinaus. Wie sein Vorgänger, der Büssing-NAG Typ GS, hatte auch der Typ ARK 8-Rad Antrieb, 8-Rad Lenkung, einzeln aufgehängte Räder und Fahrer für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt. Neu war die selbsttragende Panzerwanne, die viel größeren Räder und der Dieselmotor. Die Panzerstärke an der Front betrug von vornherein 30mm. Die großen Räder ermöglichten eine Bodenfreiheit von 35cm gegenüber den 27cm der GS Ausführung. Auch die Reichweite konnte beträchtlich gesteigert werden (bis zu 900 km). Die maximale Geschwindigkeit lag bei etwa 90 km/h. Insgesamt wirkten die Fahrzeuge der ARK Serie gefälliger und kraftvoller.
Als erste Abart kamen von Dezember 1943 bis Juni 1944 100 Exemplare des schweren Panzerspähwagen (5 cm) (Sd. Kfz. 234/2) zur Auslieferung. Dieser hatte den mit einer 5cm KwK 39/1 L/60 und einem MG 42 bewaffneten Turm, der ursprünglich für den Panzerkampfwagen VK 1602 gedacht war. Der schwere Panzerspähwagen (2 cm) (Sd. Kfz. 234/1), der mit einer 2cm KwK 38 und einem MG 42 in einer Hängelafette 38 bewaffnet war, wurde von April 1944 bis März 1945 in ca. 230 Exemplaren gefertigt. Als Unterstützungsfahrzeug lief der schwere Panzerspähwagen (7,5 cm) (Sd. Kfz. 234/3), von dem von Juni bis Dezember 1944 88 Exemplare zur Auslieferung kamen. Ab Dezember 1944 wurde der mit der 7,5cm Pak 40 bewaffnete schwere Panzerspähwagen (7,5 cm Pak 40) (Sd. Kfz. 234/4) gefertigt. Im Dezember kamen 25 Fahrzeuge zur Auslieferung. Im Februar 1945 waren es 32 und im März 1945 waren es 40. Ob es im Januar und über den März 1945 hinaus zu weiteren Auslieferungen kam ist nicht bekannt. In Einzelexemplaren sind Fahrzeuge der Sd. Kfz. 234 Serie mit einem kleinen Turm, der mit einer 2cm Flak 38 bewaffnet war, fotografisch belegt. Dieser Turm stammte vom Sd. Kfz. 251/17 der D Ausführung. Ob es sich dabei noch um Serienfahrzeuge handelte, oder ob es Truppenumbauten waren, konnte nicht festgestellt werden.
Insgesamt dürften also etwa 515 Exemplare der schweren Panzerspähwagen (Sd. Kfz. 234) gebaut worden sein. Andere Angaben von 1.000 oder gar 2.300 gebauten Fahrzeuge sind mittlerweile eindeutig widerlegt.

 

 

 

 

 

Ausführungen:

 

 

 

 

 

 

Benennung des Kraftfarzeuges:

Abgekürzte Benennung:

Stückzahl:

 

 

schwerer Panzerspähwagen (2 cm) (Sd. Kfz. 234/1)

s. Pz. Sp. Wg. (2 cm) (Sd. Kfz. 234/1)

ca. 230

 

 

schwerer Panzerspähwagen (5 cm) (Sd. Kfz. 243/2)

s. Pz. Sp. Wg. (5 cm) (Sd. Kfz. 234/2)

100

 

 

schwerer Panzerspähwagen (7,5 cm) (Sd. Kfz. 234/3)

s. Pz. Sp. Wg. (7,5 cm) (Sd. Kfz. 234/3)

88

 

 

schwerer Panzerspähwagen (7,5 cm Pak 40) (Sd. Kfz. 234/4)

s. Pz. Sp. Wg. (7,5cm Pak 40) (Sd. Kfz. 234/4)

97

 

 

schwerer Panzerspähwagen (2cm Flak 38) (Sd. Kfz. 234/?)

?

wenige (Umbau ?)

 

 

 

 

 

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