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Vollkettenschlepper

 

 

 

 

 

Erste Erfahrungen mit Vollkettenschleppern sammelte schon das Kaiserliche Heer im 1. Weltkrieg. Auch die Reichswehr beschaffte in den 1920er Jahren Kettenschlepper. Deren Entwicklung wurde, da nach dem Versailler-Vertrag verboten, geheim durchgeführt. Es wurde zwischen leichten, mittleren und schweren Kettenschleppern unterschieden.
Bei der Wehrmacht spielten Vollkettenschlepper zunächst nur eine untergeordnete Rolle. Als Zugfahrzeuge für Geschütze hatten sich die Halbketten-Zugkraftwagen durchgesetzt und bewährt.
Das Einsetzen der Schlammperiode während des Russlandfeldzuges im Herbst 1941 löste ein radikales Umdenken aus. Die wenigen beschafften Kettenschlepper und eiligst eingezogene zivile Fahrzeuge konnten den Bedarf allerdings nicht decken. Die Truppe behalf sich mit der Verwendung sowjetischer Kettenschlepper, die in großen Stückzahlen erbeutet worden waren.
Später wurde die Produktion von Kettenschleppern gesteigert. Die Erfahrungen beim Einsatz von Kettenschleppern während der Schlammperiode führten zur Entwicklung des RSO (Raupenschlepper Ost). Bereits 1942 kamen über 1.300 dieser Fahrzeuge zur Auslieferung. Der RSO wurde auch als Zugfahrzeug für Geschütze eingesetzt, doch zeigten sich gerade bei dieser Verwendung große Mängel. Einige RSO wurden mit aufgebauten 7,5cm Pak 40 zu Selbstfahrlafette abgeändert. Eine weitere Abart des RSO hatte einen Bootskörper erhalten und war schwimmfähig. Trotz der Mängel blieb der RSO bis Kriegsende ein unverzichtbares Transportfahrzeug. Es wurden über 25.000 Stück von ihm gefertigt. Beute Kettenschlepper spielten eine wichtige Rolle im Bestand der deutschen Wehrmacht. Einige Kettenschlepper wurden von den tschechoslowakischen Streitkräften übernommen. Teilweise wurde die Produktion fortgeführt.
Während des Frankreichfeldzug wurde eine größere Anzahl von gepanzerten Renault UE Kettenschleppern erbeutet. Diese wurden z.B. als Zugfahrzeuge für Geschütze Verwendet.
In der Sowjetunion wurden große Mengen an zivilen und militärischen Kettenschleppern erbeutet. Während der Schlammperioden leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Mobilität der deutschen Verbände. Man kann durchaus sagen, dass sowjetische Kettenschlepper zeitweise von beiden Kriegsparteien in ähnlich großem Umfang verwendet wurden!

 

 

 

 

 

Kettenschlepper deutscher Hersteller, Beutefahrzeuge und Produktion in den besetzten Gebieten

 

 

 

 

 

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