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Buntfarbenanstrich (bis Juli 1937)

 

 

 

 

 

Am 16. Mai 1922 wurde der sogenannte Buntfarbenanstrich, der noch im 1. Weltkriegs zur Anwendung kam, von der Reichswehr übernommen. Bereits im Juni kam es zur ersten Einschränkung. Der dreifarbige Anstrich sollte nur noch für Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände der “Fronteinheiten” verwendet werden. Alle anderen Fahrzeuge sollten einen einfarbigen Anstrich in Feldgrau erhalten. Es konnten aber auch handelsübliche graue, grüne, braune oder blaue Farbtöne verwendet werden.
In der HDV 488/1 vom 20.04.1933 wurde diese Bestimmung  präzisiert. Den dreifarbigen Buntfarbenanstrich sollten Kampffahrzeuge, Geschütze, Pontons, Schlauchboote, Zugmaschinen, Panzerattrappen, Patronenkästen und Zubehörkästen für MG, Kraftfahrzeuge und bespannte Fahrzeuge erhalten. Für Motorräder mit Beiwagen, Nachrichten- und Pioniergerät sowie Fahrzeuge der rückwärtigen Stellen wurde ein einfarbiger Anstrich in Feldgrau vorgeschrieben. Für Pkw der höheren Stäbe und Dienststellen galt ein Anstrich in Feldgrau oder handelsüblichem Grau mit schwarzem Fahrgestell und Kotflügeln. Die verwendeten Farbtöne richteten sich nach der Farbkarte 840 B2 vom Juni 1932. Für den dreifarbigen Buntfarbenanstrich kamen die Farbtöne Erdgelb Nr. 17 (später RAL 8002, heute RAL 0704030!), Grün Nr. 28 (heute RAL 6007) und Braun Nr. 18 (RAL 8010, wird heute nicht mehr verwendet) zur Anwendung. Als Umrandung für die Tarnflecken konnte Schwarz Nr. 5 (heute RAL 9005) verwendet werden. Der Farbton Feldgrau Nr. 3 entspricht dem heutigen Grauoliv RAL 6006. Ab 1937 wurde der Farbton Feldgrau nicht mehr für Fahrzeuge verwendet sondern nur noch für Ausrüstungsgegenstände.
Der dreifarbige Anstrich wurde fast 20 Jahre lang verwendet. Die angewendeten Muster unterschieden sich je nachdem wann das Gerät hergestellt wurde. Anfangs wurde die Farbe noch mit Pinseln aufgetragen, später setzte sich nach und nach die Farbsprühpistole durch. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch andere grüne, braune und erdgelbe Farbtöne aus der Farbkarte 840 B2 verwendet wurden. So konnten auf historischen Exponaten u.A. die Farben Nr. 22 (RAL 1005), Nr. 27 (RAL 6002) und Nr. 18g (RAL 8014) nachgewiesen werden.

 

 

 

 

 

Hanomag_4_20_Kabrio_Limousine_in_RW_TarnungEin Hanomag 4/20 PS mit dem Buntfarbenanstrich der Reichswehr. Der dunkelste Farbton ist das Grün, der mittlere das Braun und der hellste das Erdgelb. Die Farben waren mit dem Pinsel aufgetragen worden.

 

 

 

 

 

BMW_315_Kübelwagen_02Auch auf diesem BMW 315 Kübelwagen ist der Buntfarbenanstrich gut anzusprechen. Der Anstrich scheint aber mit scharfen Rändern aufgesprüht worden zu sein.

 

 

 

 

 

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